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Viele Feuerwehren trainierten beim 2. Atemschutzeinsatztraining in Nordoe
Allgemein

12.07.2009
Über 240 Teilnehmern nutzten die Möglichkeit, sich als ausgebildeter Atemschutzgeräteträger in verschiedenen Bereichen auf dem Gelände der Kreisfeuerwehrzentrale Steinburg in Nordoe fortzubilden.

Viele Feuerwehren trainierten beim 2. Atemschutzeinsatztraining in Nordoe
So besuchten die Teilnehmer an diesem Wochenende das Pflichtseminar „Grundlegendes Vorgehen“, in dem noch einmal die wichtigsten Grundregeln für das Vorgehen bei einem Innenangriff, sowie aber auch das richtige Öffnen einer Tür zu einem Brandraum geschult wurde. Zu nennen wäre das Vorgehen in einem Brandraum mittels des Seitenkriechganges, aber auch der richtige Umgang mit dem Hohlstrahlrohr, um einer plötzlichen Rauchgasdurchzündung und somit einer plötzlichen und massiven Brandausbreitung Herr zu werden.

Somit war der Weg frei, anschließend das Erlernte bei dem Durchlauf eines gasbefeuerten Übungscontainer noch einmal realitätsnah in die Praxis umzusetzen. In diesem Übungscontainer dauerte der Innenangriff ca. 20 Minuten, in dem es galt einen Treppenhausbrand, brennende Gasflaschen in einer Werksatt, aber auch den Wohnzimmerbrand zu bekämpfen. Auch das richtige Vorgehen bei einem klassischen Küchenbrand konnte in dem Übungscontainer geübt werden.

Das ebenfalls angebotene Seminar „Absuchen von Räumen“ zeigte den Feuerwehrangehörigen verschiedene Suchtechniken bei vermissten Personen in verrauchten Räumen auf. Mittels Hilfsmitteln und unter Nullsicht galt es im Anschluss einen mit Möbeln bestückten Raum abzusuchen und die Übungspuppe zu finden.

Erschwert wurde die Suche durch absichtlich eingespielte Störfaktoren wie eine permanent laufende Geräuschkulisse und verschlossene Rückzugswege, die die Orientierung stark einschränkten.

Ein weiteres Angebot an diesem Wochenende stand den zahlreichen Führungskräften der Feuerwehren des Kreises Steinburg zur Verfügung. Ungenutzte Steinburger Plätze wurden von Kameraden aus den Kreisen Pinneberg, Plön, Segeberg und Schleswig-Flensburg belegt. Sie nutzen die Gelegenheit, sich zum Thema „Sicherheitstrupp“ am Samstag von dem bekannten Dozenten Jan Südmersen, Beamter der BF Osnaubrück, zu informieren.

In seinem kurzweiligen Vortrag sprach Südmersen mit deutlichen Worten an, dass Notfälle bei den eigenen Atemschutztrupps jederzeit passieren können. Jede Feuerwehr kann durch unglückliche Situationen, Flüchtigkeitsfehler und verbaute Gebäude in die Bedrängnis kommen, in Not geratene Kameradinnen und Kameraden retten zu müssen.

Damit die Folgen solcher Atemschutzunfälle gemindert werden können, ist im Vorwege eine umfassende Vorbereitung und Ausbildung notwendig. Dabei zeigte er auch leicht umsetzbare Übungspraktiken auf.

Am Sonntag erläuterte der Dozent Jan Ole Unger, Berufsfeuerwehrmann in Hamburg,(Foto) das immer wichtiger werdende Thema „Anleiterbereitschaft“. Hier zeigte er in seinem Vortrag eindrucksvoll, wie wichtig es ist, den eingesetzten Atemschutzgeräteträger für den Fall der Fälle einem zweiten Rettungsweg mittels Steck-, Schieb- oder Drehleitern zu schaffen. Der Vortrag ist im Download-Bereich zur Verfügung.

Er nahm deutlich Abstand von den immer noch durchgeführten Rettungsübungen mittels Abseilen, da es in der Vergangenheit keinen einzigen dokumentierten Fall einer geglückten Selbstrettung gegeben hat. Im Gegenzug gibt es unzählige Berichte und Foto- bzw. Videodokumentationen zu geglückten Rettungsaktionen durch bereitstehende Leitern.

Umrahmt wurde die Veranstaltung durch eine Ausstellung mit verschiedenen Firmen zum Thema Atemschutzausrüstung.

Die Organisatoren Sebastian Courvoisier und Stefan Warias, der Kreiswehrführer Frank Raether, sowie die zahlreichen Helfer sind mit der diesjährigen Veranstaltung sehr zufrieden und gaben auch gleichzeitig das Zeichen, das solch eine Fortbildungsmöglichkeit auf jeden Fall auch 2010 wieder stattfinden soll.

Text Stefan Warias / Foto MeÖff KFV Steinburg

Viele Feuerwehren trainierten beim 2. Atemschutzeinsatztraining in Nordoe

Beitrag von Frank Raether

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