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Schornstein brennt -Reetdachhaus gerettet
Einsatz

07.01.2018
Am frühen Sonntagnachmittag geriet aus bisher ungeklärter Ursache in einem Reetdachhaus am Hungrigen Wolf der Schornstein in Brand. Insgesamt vier Feuerwehren mit über 50 Einsatzkräften waren dreieinhalb Stunden mit den Löscharbeiten beschäftigt. Sie verhinderten größeren Schaden an dem Gebäude, das weiterhin bewohnbar ist. Menschen und Tiere kamen nicht zu Schaden. Die Höhe des Brandschadens ist unbekannt.

Schornstein brennt -Reetdachhaus gerettet
Gegen 13.30 Uhr brannte am Sonntagnachmittag der Schornstein eines bewohnten Reetdachhauses im Hohenlockstedter Ortsteil Hungriger Wolf. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen die Flammen bereits aus dem Schlot und drohten auf das Dach überzugreifen.

Schon auf der Anfahrt wurde die Drehleiter aus Itzehoe nachalarmiert, um eine Zugänglichkeit von außen an den Schornstein sicherzustellen. Nach erster Erkundung durch den Einsatzleiter Kai Weingang stand fest, dass der Schornstein im Bereich des Spitzbodens komplett in Flammen stand.

Hauptaufgabe der eingesetzten Kräfte war, ein Übergreifen der Flammen auf das Reetdach zu verhindern. Ein Trupp sicherte unter Atemschutz den Bereich des Dachbodens im Inneren des Gebäudes, um sofort Löschmaßnahmen einleiten zu können, wenn Brandgut durch die glühendheiße Revisionsklappe des Schornsteins auf die umliegenden Deckenteile fallen sollte. Weitere Trupps bewässerten von außen beide Dachseiten, um hier einen Funken- und Flammenüberschlag auf das Reet zu verhindern.
Weitere Einsatzkräfte bauten eine Wasserversorgung aus dem öffentlichen Hydrantennetz auf, um ausreichend Löschwasser zur Verfügung zu haben. Zur Unterstützung mit Atemschutzgeräteträgern wurde die Feuerwehr aus Hohenaspe alarmiert.

"Es bestand längere Zeit die Gefahr, dass die Flammen auf das Reetdach übergreifen würden, da ein brennender Schornstein nicht einfach mit Wasser gelöscht werden kann." erklärte Pressesprecher Christian Mandel. "In diesem Fall wurde der Schlot mehrfach von einem Schornsteinfegermeister gefegt und musste kontrolliert ausbrennen und abkühlen.", so Mandel weiter.

An dem Wohnhaus ist nach erster Einschätzung im Verhältnis zu den erhaltenen Werten nur geringer Schaden entstanden. Die Höhe des Sachschadens und auch die Brandursache kann seitens der Feuerwehr nicht benannt werden. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Nach über dreieinhalb Stunden war der Einsatz für die 54 Einsatzkräfte mit insgesamt neun Fahrzeugen beendet. Die Bundesstraße B 77 war während der Löscharbeiten für den Verkehr zeitweise voll gesperrt.

Text und Bilder: Christian Mandel | Pressesprecher Feuerwehr Hohenlockstedt Lockstedter Lager

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Beitrag von Patrick Rusch

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