3. Atemschutzeinsatztraining beim Kreisfeuerwehrverband
Im Mittelpunkt von drei "einsatzreichen" Wochenenden für die Steinburger Feuerwehren fand von Freitag bis Sonntag das 3. Atemschutzeinsatztraining in der Kreisfeuerwehrzentrale in Breitenburg-Nordoe statt. Die Veranstaltung, an der über 400 Kameraden mitwirkten, folgte unmittelbar auf die am vergangenen Wochenende durchgeführte 24-Stunden Übung der Feuerwehrbereitschaft und der am kommenden Wochenende folgenden Großübung des Landes Schleswig-Holstein.
Fast 200 ausgebildete Atemschutzgeräteträgerinnen und -träger nutzten die Gelegenheit, unter äußerst realistischen Bedingungen bei weit über 300 Grad Hitze, viel Rauch und um sich schlagenden Flammen im mobilen Brandcontainer sicheres Vorgehen und Brandbekämpfung durchzuführen. Vor jeden Durchgang wurden die Teilnehmer noch einmal im Grundlegenden Vorgehen geschult. So ging es um das sichere Öffnen einer Tür und den richtigen Einsatz des Hohlstrahlrohres.
Den Steinburger Führungskräften wurden in diesem Jahr wieder viele verschiedene Fortbildungsmöglichkeiten angeboten. Für den Workshop "Atemschutzüberwachung" konnte der stellvertretende Schulleiter der Landesfeuerwehrschule Schleswig-Holstein Detlef Heinrich als Dozent gewonnen werden. Er verdeutlichte an zwei Einsätzen mit tödlich verunfallten Atemschutzgeräteträgern, wie wichtig die klare Formulierung von Mindestanforderungen, aber auch die dann erforderliche konsequente Durchführung einer Atemschutzüberwachung ist. Ein weiterer Workshop fand zum Thema Sicherheitstrupp statt. Wenn eine Einsatzmannschaft unter schwerem Atemschutz ein brennendes Haus betritt, ist es für den Einsatzleiter von besonderer Priorität, auch die Retter im Notfall durch einen Sicherheitstrupp retten zu können. Hierfür ist die Ausrüstung und Ausstattung des zu stellenden Sicherheitstrupps und das einheitliche Vorgehen im Kreis Steinburg wichtig. Matthias Trapp, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Garding und einer der Mitbegründer von solchen kreisweiten Veranstaltungen zum Thema Atemschutz moderierte diesen zweiten Workshop.
Beeindruckend und für die meisten sicher auch eine verkannte Einsatzhilfe ist das richtige Deuten und Beurteilung des Brandrauches. Spannend und mit vielen Einsatzbildern untermauert vermittelte Adrian Ridder von www.atemschutzunfaelle.eu den Teilnehmern die Einschätzung von Farbe, Dichte, Luftstrom, Wärme und Flamme des Brandrauches in Verbindung mit dem Tätigwerden der Feuerwehr. So müssen die verantwortlichen Einsatzkräfte den Zustand des Rauches in die Planung ihres weiteren Vorgehens mit einbeziehen. Ist der Rauch beispielsweise tiefschwarz und beginnt zu pulsieren, ist dies häufig ein Vorzeichen, dass sich der heiße Brandrauch mit einer gewaltigen Flammenbildung entzündet. Anhand von Einsatzbildern und Videos wurden verschiedene Situationen durchgesprochen, analysiert und bewertet.
Kreiswehrführer Frank Raether dankte speziell den vielen Helfern, die unter der Projektleitung von Sebastian Courvoisier und Stefan Warias für ein gelungenes Aus- und Fortbildungswochenende bei bestem Wetter gesorgt hatten. Durchweg positive Rückmeldungen erreichten die Ausbilder.
Aufgrund der landesweiten Vorberichterstattung zur Landeskatastrophenschutzübung am kommenden Wochenende, und der damit im Feuerwehrbereich erzeugten Verunsicherung, wer wohl alles alarmiert wird, teilt der Kreispressewart Martin Richter mit, dass zur Zeit im Kreis Steinburg von der Feuerwehr nur eine Teileinheit des Löschzuges Gefahrgut mit ca. 30 Personen aktiv daran teilnehmen wird.
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