Am heutigen Vormittag löste die Kooperativen Leitstelle West um 9:37 Uhr für die Freiwillige Feuerwehr Schenefeld-Siezbüttel Vollalarm mit dem Einsatzstichwort "Technische Hilfe Groß / Menschenleben in Gefahr" (TH G Y)aus.
Einsatzort war die Bundesautobahn 23 Fahrtrichtung Süden zwischen der Anschlussstelle Schenefeld und Itzehoe-Nord.
Nach Aussage der Polizei kam ein PKW-Fahrer auf Grund der schlechten Wetterverhältnisse mit seinem Fahrzeug ins Schleudern und blieb quer auf der Fahrbahn stehen. Ein nachfolgender LKW-Fahrer bemerkte dies rechtzeitig und kam mit seinem Fahrzeug auf der rechten Spur zum Stehen. Eine PKW-Fahrerin (Renault Clio) hinter dem LKW bremste ebenfalls, kam jedoch auf Grund der schlechten Fahrbahnverhältnisse ins Schleudern. Daraufhin prallte diese mit ihrem Heck in das Heck LKW´s und kam schließlich zwischen LKW und rechter Leitplanke zum Stehen. Die junge PKW-Fahrerin wurde in ihrem Fahrzeug eingeklemmt. Sie wurde umgehend von Ersthelfern versorgt.
Nach dem Eintreffen des Rettungsdienstes übernahm dieser die medizinische Versorgung. Die eintreffende Feuerwehr Schenefeld-Siezbüttel, unter der Leitung ihres Wehrführers Jörg Timmermann, sicherte sofort die Einsatzstelle ab, baute den zweifachen Brandschutz auf und bereitete alles für die technische Rettung vor. Hierbei wurde das Fahrzeug stabilisiert und nicht zerborstene Scheiben entfernt.
Nach dem die eingeklemmte Fahrerin durch den Rettungsdienst soweit versorgt wurde, wurde das Dach mittels hydraulischer Rettungsschere abgeschnitten und nach vorne weggeklappt. Anschließend wurde ein Sitz der Rückbank ebenfalls mittels Rettungsschere entfernt. So konnte die Patientin mit dem Rettungsbrett nach gut 30 Minuten aus dem Fahrzeug befreit und zur weiteren Versorgung in den Rettungswagen verbracht werden.
Nach Aussage des Rettungsdienst erlitt die Patientin ein Poly-Trauma, ob dies schwer- oder gar lebensgefährlich ist, konnte nicht gesagt werden . Auf Grund der zu großen Entfernung zum nächsten freien Behandlungsplatzes im Westküstenklinikum Heide mit einem Rettungswagen, entschied sich der Rettungsdienst für den Einsatz eines Rettungshubschraubers. Der Transport mit einem Rettungshubschraubers ist wesentlich schonender und schneller, als mit einem Rettungswagen. Dieser kam aus Hamburg und brachte die Patientin zur weiteren Untersuchung auch dort hin.
Der erstgenannte PKW-Fahrer und der LKW-Fahrer bleiben glücklicherweise unverletzt.
Nach dem die Menschenrettung abgeschlossen wurde, wurde die Einsatzstelle durch die Feuerwehr noch gereinigt und an die Polizei übergeben.
Da sich zeitgleich auf der Gegenfahrbahn 4 weitere wetterbedingte Unfälle ereigneten, wurde die BAB 23 Fahrtrichtung Norden durch die Polizei voll gesperrt. Hier handelte es sich um Blechschäden. Der Verkehr in Fahrtrichtung Süden wurde an dem Unfall einspurig vorbei geleitet und zwischenzeitlich Rettungsmaßnahmen und Ladung des Rettungshubschraubers voll gesperrt.
Nebenbei sei hier gesagt, dass sich durch die Werbung neuer Mitglieder im Bereich der Feuerwehr Schenefeld einiges getan hat! So konnte Wehrführer Timmermann nicht nur Männer sondern auch Frauen gewinnen! Diese sind soweit ausgebildet das Sie am Einsatzgeschehen teilnehmen können! So auch heute morgen! Auf einem der ersten Fahrzeuge befanden sich fünf unserer Feuerwehrkameradinnen und haben tatkräftig mit angepackt!
Eingesetzte Kräfte
FF Schenefeld-Siezbüttel / ca. 16 Einsatzkräfte
RKISH mit mehreren Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug
Rettungshubschrauber
Diverse Kräfte Polizei
Text und Bilder: Stefan Warias | Doku-Team KFV-Steinburg
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